Donnerstag, 16. Juni 2016

Gedanken am 17. Juni
Mutter Meera ist eine zeitgenössische Hindu- Heilige. Sie lehrt, dass, wenn wir irgend etwas brauchen, wir aus ganzen Herzen darum bitten müssen, so dass "unser Herz leer wird und Gott es füllen kann". Um auf diese Weise beten zu können, ist es notwendig, sich zu erinnern, dass Gott uns bereits das Himmelreich geschenkt hat. Der Göttliche hat alles geschaffen, was du überhaupt nur benötigen könntest. Dein inbrünstiges Gebet und dein empfangsbereites Herz bringen Gott nicht dazu, dir einen persönlichen Gefallen zu tun, sondern öffnen dich lediglich, damit du das empfangen kannst, was bereits gewährt worden ist.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Gedanken am 16. Juni
Rabbi Nachman war ein jüdischer Mystiker des 19. Jahrhunderts. Er lehrte, die Leidenschaftlichkeit und die Absicht unseres Betens - unser Wille, einen bewussten Kontakt zu Gott herzustellen - sei weit wichtiger als das, was wir dabei sagen. Er verwendete folgendes Bild: "Ebenso wie der Rauch vom brennenden Holz aufsteigt, aber die schweren Bestandteile am Boden haften und zu Asche werden, steigen vom Gebet nur der Wille und die Inbrunst empor, wärend die äusseren Worte zu Asche zerfallen."

Montag, 13. Juni 2016

Gedanken am 14. Juni
Der Arzt Larry Dossey hat mehr Bücher über Medizin, das Unendliche, Gebet und Heilung geschrieben. In Meaning and Medicine zitierte er seinen Kollegen Brad Lemley: "Wir tendieren dazu zu glauben, der Zweck des Gebetes sei, die Krankheit zu beenden, aber wir vergessen, dass der Zweck der Krankheit sein könnte, das Gebet - oder, allgemein gesagt, ein Bewusstsein des Unendlichen - beginnen zu lassen."
Gedanken am 13. Juni
Geistiges Heilen und spirituelles Heilen sind zwei vollkommen verschiedene Methoden. Das geistige Heilen stützt sich auf die enge wechselseitige Beziehung, die zwischen Körper und Geist (Psyche) besteht. Affirmationen und bildliche Vorstellungen können, wenn mit ausreichender Konzentration angewandt, die Funktion unseres Organismus mit Sicherheit beeinflussen. Diese Art von zielgerichteter Heilung ist häufig von Nutzen, aber sie kann die spirituelle Heilung verhindern, für die der Geist keine schöpferische Kraft darstellt, sondern ein Instrument des Bewusstseins. Die aufnehmende Natur des Geistes kann sich nach der schöpferischen Kraft des Göttlichen Geistes ausrichten, dem inneren Gottessamen, der von einer weit höheren Ebene aus wirkt als alles zielgerichtete Denken.

Samstag, 11. Juni 2016

Gedanken am 12. Juni
Ein alter Ausspruch besagt, nichts sei so sicher ausser dem Tod und dem Steuerbescheid. Nichtsdestoweniger betrachten viele Menschen Tod und Krankheit als Ausdruck psychischen oder spirituellen Versagens. Diesem Irrglauben zufolge würden wir Zeit unseres Lebens vollkommen gesund bleiben und ein biblisches Alter erreichen, wenn wir nur "richtig dächten" oder aber zur vollkommenen Erkenntnis unseres Einsseins mit Gott gelangen. Ja, vielleicht würden wir dann sogar leibhaftig in eine andere Dimension aufsteigen und nichts als ein Häufchen Haare und Fingernägel zurücklassen. Sicher, einige wenige Heilige sollen tatsächlich so aus der Welt geschieden sein, aber die meisten von ihnen sterben auf eine weit gewöhnlichere Weise. Die heilige Bernadette starb im Alter von 33 Jahren an Knochenkrebs, und an der gleichen Krankheit starb auch der grosse Heilige Ramana Maharshi. Buddha starb 81 jährig an einer Nahrungsmittelvergiftung - zuvor aber dankte er dem Koch für die Mahlzeit, die ihm die Gelegenheit gegeben habe, ein Leben, das seinen Zweck erfüllt hatte, zu beenden.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Gedanken am 10. Juni
Eine Frau die einen schweren Autounfall gehabt hatte, erlebte eine Nahtoderfahrung. Das Lichwesen, das sie führte, erklärte ihr, sie könne unter drei Möglchkeiten wählen: Sie könne im Jenseits bleiben, sie könne mit kleineren Verletzungen zurückkehren, oder sie könne in einen komatösen Zustand zurückkehren. Dann zeigte ihr das Lichtwesen zwei unterschiedliche „Lebensvorschauen“ all ihrer Lieben – einmal unter den Blickwinkel der Möglichkeit, dass sie relativ unversehrt, einmal, dass sie in einen vegetativen Zustand zurückkehren würden. Als sie erkannte, dass letztere Möglichkeit niemand spirituell besonders genützt hätte, entschied sie sich für die kleineren Verletzungen. Bedenke stets, dass eines Menschen Krankheit für andere Geschenk sein könnte: die Gelegenheit selbstlos zu dienen.
Gedanken am 9. Juni
Es gibt keine Krankheit oder Lebenssituation, die sich nicht irgendwie kurieren liesse. Aber wenn wir auf einer Kur bestehen, könnte es sein, dass wir die Chance verpassen, spirituell geheilt zu werden – insbesondere dann, wenn unser Hängen an Kur einen inneren Kampf in uns auslöst. Wenn die körperliche Genesung unserem Wachstum oder dem Wachstum eines anderen dient, kann sie – sogar in Form einer sogenannten Wunderheilung – im Nu geschehen. Wenn hingegen die Krankheit im Dienste unseres Wachstums oder des Wachstum eines anderen steht, ist eine körperliche Genesung unwahrscheinlich, um so wahrscheinlicher aber eine spirituelle Heilung, besonders dann, wenn wir Seelenfrieden zu unserem höchsten Anliegen machen.