Mittwoch, 10. August 2016

Gedanken am 7. August (Erntemond)


Eine der heimtückischten Formen von spirituellem Materialismuss ist das Anhängen an intellektuellen Errungenschaften. Wenn wir spirituelle Wahrheiten persönlich erfahren haben, besitzen wir Weisheit. Wenn wir darüber nur gelesen haben, besitzen wir Wissen. Wissen kann eine wichtige Stufe auf dem Weg zur Weisheit darstellen, wenn es in Demut betrachtet wird, oder es kann ein schwerwiegende Hemmnis unseres Wachstums bedeuten, wenn es zur Beruhigung des unsicheren Ichs angehäuft oder dazu benutzt wird, uns über andere zu stellen.

Gedanken am 8. August (Erntemond)


Spirituelle Reife befähigt uns dazu, den Widerspruch des "Sowohl-Als-auch" zu begreifen, anstatt uns von der Starrheit des "Entweder-Oder" knechten zu lassen. Auch wenn der Intellekt bisweilen eine Falle darstellen kann, ist es zugleich doch auch eine der wunderbarsten Gaben Gottes. Und auch wenn Gebet und Meditation eine sehr wichtige Rolle bei der Erlangung der Weisheit des Herzens spielen, ist der Intellekt mitunter ein wirksames Mittel zur Erweckung. Als der Dalai Lama einmal gefragt wurde, was die hauptsächliche Methode zur Förderung der inneren Bewusstheit sei, antwortete er: "Innenschau und logisches Nachdenken sind dabei hilfreicher als Meditation und Gebet."

Gedanken am 8. August (Erntemond)


Spirituelle Reife befähigt uns dazu, den Widerspruch des "Sowohl-Als-auch" zu begreifen, anstatt uns von der Starrheit des "Entweder-Oder" knechten zu lassen. Auch wenn der Intellekt bisweilen eine Falle darstellen kann, ist es zugleich doch auch eine der wunderbarsten Gaben Gottes. Und auch wenn Gebet und Meditation eine sehr wichtige Rolle bei der Erlangung der Weisheit des Herzens spielen, ist der Intellekt mitunter ein wirksames Mittel zur Erweckung. Als der Dalai Lama einmal gefragt wurde, was die hauptsächliche Methode zur Förderung der inneren Bewusstheit sei, antwortete er: "Innenschau und logisches Nachdenken sind dabei hilfreicher als Meditation und Gebet."

Gedanken am 7. August (Erntemond)


Eine der heimtückischten Formen von spirituellem Materialismuss ist das Anhängen an intellektuellen Errungenschaften. Wenn wir spirituelle Wahrheiten persönlich erfahren haben, besitzen wir Weisheit. Wenn wir darüber nur gelesen haben, besitzen wir Wissen. Wissen kann eine wichtige Stufe auf dem Weg zur Weisheit darstellen, wenn es in Demut betrachtet wird, oder es kann ein schwerwiegende Hemmnis unseres Wachstums bedeuten, wenn es zur Beruhigung des unsicheren Ichs angehäuft oder dazu benutzt wird, uns über andere zu stellen.
Gedanken am 6. August
Chögyam Trungpa war einer der ersten tibetischen Mönche, die im Westen unterrichteten. Eines seiner vielen Bücher, "Spirituellen Materialismus durchschneiden", war in den 70er Jahren eine echte Offenbarung. Damals gehörten wir zu einer mystisch christlichen Gruppe, der wir Monat für Monat zehn Prozent unseres Einkommens spendeten. Ich fühlte mich ganz schön selbstlos. Andererseits war ich oft unzufrieden mit meinem spirituellen Leben, weil sich die "tolle Erfahrung" einfach nicht einstellen wollte. Es war eine grosse Erleichterung für mich zu begreifen, dass mein Wunsch nach "mystischem Feuerwerk" (ich hatte mir zumindest eine ausserkörperliche Erfahrung erhofft) eine Form von Habgier war, ein spiritueller Materialismus, der sich in keiner Weise von dem weltlichen Materialismus unterschied, den ich durch Zahlung des Zehnten zu überwinden gehofft hatte.
Gedanken zum 5. August
Mehrere Studenten und Institutsangehörige der Tufts Medical School trafen sich in den 70 Jahren zweimal die Woche während der Mittagspause zu einem Gespräch und gemeinsamer Meditation. Das ehrwürdigste Mitglied dieser Gruppe war ein Medizinstudent, der bereits ein Theologiestudium in Harvard absolviert hatte und ausserdem ein Schüler von Ram Dass gewesen war. Eines Tages holte er ein Wurstbrot aus der Tasche heraus. Als er das entsetzte Gesicht der Teilnehmer sah, lachte er und fragte, ob sie wirklich glauben, Spiritualität bedeute, dass man unbedingt Vegetarier sein müsse.

Donnerstag, 4. August 2016

Gedanken am 4. August
Liebenswürdigkeit des Herzens äussert sich als Flexibilität, Geräumigkeit und in der Haltung "leben und leben lassen". Beispielsweise könnte es sein, dass man eine ganz bestimmte Ernährungsweise bevorzugt und bei einer Einladung zum Abendessen feststellen muss, dass die Gastgeber einen vollkommen anderen Geschmack haben. Die liebenswürdige Seele schafft es irgendwie, etwas zu essen zu finden, und erkennt die Bemühungen und den guten Willen der Freunde an. Die starre Seele dagegen hält eine Rede über die Vorzüge einer gesunden Ernährung und bildet sich dabei ein, sie tue den Gastgebern einen Gefallen.