Montag, 5. Dezember 2016

Gedanken am 6. Dezember (Christmond)


Stephen Mitchell zitiert folgende Passage aus einem Brief Thomas Jeffersons an John Adams: „Aus dem Text des Neuen Testaments selbst geht eindeutig hervor, dass einzelne Teile daraus auf einen aussergewöhnlichen Menschen zurückgehen, während andere Teile das Produkt sehr niedriger Geister sind. Diese Teile auseinanderzuhalten ist so leicht wie Diamanten aus einem Misthaufen herauszuklauben.“ In „The Gospel According to Jesus“ hat Mitchel versucht, die „grossherzigen“ Diamanten Jesus vom „bitteren, nörglerischen Ton“ der von der Urkirche hinzugefügten Passagen zu sondern. Wenn man die Bibel oder jede andere heilige Schrift liest, ist Reinheit des Herzens – Güte, Vergebung, Einschliessen eher als Ausschliessen – ein sehr guter Prüfstein, anhand dessen die Echtheit der jeweiligen Lehre ermessen werden kann.

#neuestestament #jesus #güte #vergebung

Sonntag, 4. Dezember 2016

Gedanken am 5. Dezember (Christmond)

Der Philosoph Martin Heidegger erklärte, der Mensch sei eine Öffnung oder Lichtung, durch die sich das Sein offenbaren kann. Der vergleichende Religionswissenschaftler Stephen Mitchell erläutert wie sich das „Sein“ oder Absolute durch Reinheit des Herzens offenbaren kann: „Wenn wir Gott mit dem Sonnenlicht vergleichen, können wir sagen, dass das Herz wie ein Fenster ist. Begierde, Abneigungen, Vorurteile, festgefahrene Ansichten und Überzeugungen – kurz: alle Erscheinungsformen von Selbstsucht oder Selbstabgrenzung – sind, wenn wir an ihnen hängen, wie Verschmutzungen der Fensterscheiben. Je dicker die Schmutzschicht, desto trüber das Licht. Wenn kein Schmutz an ihm haftet, ist das Fenster von Natur aus vollkommen durchsichtig und das Licht kann ungehindert hindurchscheinen.“

#heidegger #gott #selbstsucht

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Samstag, 3. Dezember 2016

Gedanken am 4. Dezember (Christmond)


Die Leute fragen sich immer, wie einige Juden nur dazu kommen, sich für Jesus und das Christentum zu interessieren. Die Antwort ist, dass Jesus natürlich ein Rabbi war – ein jüdischer Lehrer. Wenn du aufmerksam auf seine Lehre lauscht, wirst du zu einem besseren Juden, einen besseren Moslem, einem besseren Hindu, einem besseren Buddhisten, einem besseren Christen und allgemein einem besseren Menschen – mögest du dich nun mit den spezifisch christlichen Elementen, die im Laufe der Jahrhunderte aus seiner Lebensgeschichte hervorgegangen sind, identifizieren können oder auch nicht.

#jesus #rabbi #besserermensch

Freitag, 2. Dezember 2016

Gedanken am 3. Dezember (Christmond)


Im Dezember zieht uns die Erdenergie einwärts, während die „kulturelle Energie“ uns zu Einkäufen und sonstigen Vorbereitungen auf die Feiertage hinauszieht. Allenthalben liest und hört man von Festtagsstress, und ich habe mir schon häufig gewünscht, jemand würde sämtliche Weihnachtsmänner endlich nach Hause schicken, damit das Chistuskind leichter in unserem Herzen geboren werden könnte. Jahrelang schaffe ich es in der Regel, Chanukka, Weihnachten und Wintersonnwende so zu feiern, dass genügend Zeit für eine mehrwöchige innere Vorbereitung bleibt und bedeutungsvolle Rituale möglich sind, die die Festtage zu wahrhaft heiligen Tagen machen.

#erdenergie #christuskind #festtagsstress #wintersonnenwende

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gedanken am 2. Dezember (Christmond)

Gedanken am 2. Dezember
Jetzt, da sich das kosmische Rad immer näher dem Augenblick der Wiedergeburt zu dreht, liegt das Land in einem fast übernatürlichen Schlaf. Die Bären schlummern in ihren Höhlen und die Pflanzen schlafen auf den gefrorenen Feldern. Die Stimme der Uralten rufen durch das kristallene Schweigen den Herzen der Menschen zu: „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir“ (Jesaja 60,1). Wirst du die innere Stimme vernehmen, die dich aufruft, diese Jahreszeit zu erwecken, oder wirst du der Unrast der äusseren Welt gestatten, dich abzulenken?

#wiedergeburt #werdelicht

Gedanken am 1. Dezember (Christmond)


Wir treten in die Jahreszeit der Dunkelheit ein, in der wir am ältesten aller Wunder teilhaben werden – der Geburt des Lichts. Wir sind bereit, Zeugen der Erneuerung der Welt und der Erneuerung unserer Seele zu werden. In dieser segensreichen Zeit feierten die Alten die Wintersonnenwende als den Schwebepunkt des Jahres, an dem die Dunkelheit das Licht gebiert. Die Juden feiern das Wunder des Lichts zu Chanukka, zur Erinnerung an die Zeit, als die Öllampe des Tempels von Jerusalem während eines Krieges zu verlöschen drohte. Durch ein Wunder brannte sie acht Tage weiter, bis neues Öl gefunden werden konnte. Dasselbe Lichtwunder feiern die Christen mit der Geschichte von Jesus Geburt.

#jesusgeburt #lichtwun der #chanukka