Freitag, 7. Juli 2017

Gedanken am 8. Juli (Heumond)

Gleichgültig, ob unsere Lebensaufgabe darin besteht, Kinder
großzuziehen, die Quantenphysik durch eine neue
Theorie zu revolutionieren oder durch eine Last, die wir
freiwillig auf uns nehmen, andere zu erwecken, ist es gut,
Mutter Teresas Worte im Sinn zu behalten: »Wir können auf
dieser Welt keine großen Dinge vollbringen - wir können
nur kleine Dinge mit großer Liebe vollbringen.«

Tempelarbeit:
Führe eine kurze Metta-Meditation (11.-15. Februar) durch und
erzeuge in dir eine Haltung wohlwollender Güte gegenüber allen
Geschöpfen. Wenn du heute deinen Pflichten nachgehst, tue alles
mit liebevoller Aufmerksamkeit und Geduld. Du kannst liebevoll
Geschirr spülen, liebevoll Anweisungen geben, liebevoll
zu deinen Angehörigen sprechen - jede Tätigkeit, worin sie auch bestehen mag, voller Liebe und Hingabe durchführen.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Gedanken am 7. 7. 17

Unsere Lebensaufgabe hat zwei Seiten: eine allgemeine und
eine besondere, bestimmte. Die erste hat überhaupt nichts
mit unserem Beruf oder unseren sonstigen Leistungen in der
Welt zu tun: Sie besteht darin zu lernen, Liebe zu schenken
und anzunehmen. Rund ein Drittel der Menschen, die eine
Nahtoderfahrung erlebten, sahen in Gegenwart eines Großen
Lichtwesens, das vollkommene Liebe und vollkommenes
Verständnis ausstrahlt, ihr Leben ein zweitesmal vor sich
abspielen. Die meisten erklärten nach ihrer Rückkehr, sie
hätten erkannt, daß der allgemeine Sinn des Lebens darin
besteht, lieben zu lernen. Die meisten sagen auch, durch die
Rückschau seien sie sich außerdem ihrer bestimmten Lebensaufgabe bewußt geworden, und viele entscheiden sich, auf
die Erde zurückzukehren, um ebendiese Aufgabe zu erfüllen.

Tempelarbeit:
Bedenke folgendes: Alle, die von einer Lebensrückschau berichten,
erklären, sie hätten jede Szene aus ihrem Leben vom Standpunkt
desjenigen Menschen erlebt, mit dem sie dabei jeweils zusammen
waren. Wenn sie anderen Liebe, Freude oder Mut geschenkt hatten,
empfanden sie das. Wenn sie Angst, Wut, Schmerz oder
Hilflosigkeit verursacht hatten, empfanden sie diese Gefühle. Die
Lebensrückschau kann ein schmerzliches Erlebnis sein, wenn wir
erkennen, daß wir für jede unserer Handlungen verantwortlich
sind. Sie ist aber zugleich sehr tröstlich, wenn wir begreifen, daß
wir aus unseren Fehlern lernen könne dich: Kann ich
in jede Beziehung ein Gefühl der Liebe einfließen lassen. Viele »Heimkehrer aus dem Jenseits« sagen, ohne die bedingungslose Liebe des Lichtwesens wäre die Lebensrückschau nicht zu ertragen - so schmerzlich sei sie. Wenn du heute mit Menschen zu tun hast, frage dich: Kann ich in jede Beziehung ein Gefühl der Liebe einfliessen lassen?

Mittwoch, 5. Juli 2017

Gedanken am 6. Juli (Heumond)

In der Bhagavadgita erklärt Krislina seinem Freund, dem
Prinzen Arjuna: »Besser ist es, deine eigene Pflicht mangelhaft
zu erfüllen als eines anderen Pflicht gut zu tun. Ziehe es
vor, in Erfüllung deiner Pflicht zu sterben, denn eines anderen
Pflicht zu tun führt ins Verderben.«

Tempelarbeit:
Heute ist ein Tag der Reflexion. Wie und warum hast du dich für
den Beruf entschieden, den du ausübst? Ich bekam schon alssiebenoder
achtjähriges Kind auf eindringliche Weise vorgeführt, wie
wichtig es ist, »seine Pflicht zu erfüllen«. Der Sohn unseres damaligen
Hausarztes brach sein Studium an der Harvard Medical
School bereits im ersten Jahr ab, weil er sich dort absolut elend
und fehl am Platz fühlte: Er wollte viel lieber Künstler werden als
Arzt. Meine Eltern konnten nicht glauben, daß er die medizinische
Lauflahn aufgeben und seine Eltern enttäuschen würde. Ich
dagegen bewunderte den Mut des jungen Mannes und beschloß,
wie er zu werden - wie er nur noch nach meiner eigenen »inneren
Pfeife« zu tanzen. Und nach wessen Pfeife tanzt du?

Dienstag, 4. Juli 2017

Gedanken am 5. Juli (Heumond)

Was wir nicht verwenden, das verlieren wir. Wenn wir unsere
Muskeln nicht beanspruchen, verkümmern sie. Wenn
wir unseren Geist nicht gebrauchen, verschließt er sich mehr
und mehr. Wenn wir unsere gottgegebenen Talente nicht
nutzen, werden wir depressiv und hemmen den Fluß der
Lebenskraft, der uns durchströmen und zu schöpferischer
Blüte bringen sollte.

Tempelarbeit:
Wer Ohren hat, der höre! Atme ein paarmal loslassend durch
und lasse dich langsam, geduldig in den Raum der inneren
Stille gleiten. Jetzt denke über dieses wohlbekannte Gleichnis
Jesu nach: E i n Reicher, der über Land ziehen wollte, rief
seine drei Knechte zu sich und vertraute ihnen seine Habe
an, damit sie - entsprechend ihrer Tüchtigkeit - einen größeren
oder kleineren Teil davon verwalteten. Als er von
seiner Reise zurückkehrte, hatten die zwei Knechte, die eine
größere Summe erhalten hatten, diese verdoppelt. Der Herr
lobte sie und gab ihnen verantwortungsvolle Amter in seinem
Reich, denn wer sich im Kleinen als zuverlässig erweist,
dem kann auch im Großen vertraut werden. Der Knecht
aber, der die kleinste Menge Silbers empfangen hatte, hatte
sie aus Angst, sie zu verheren und seinen Herrn zu erzürnen,
einfach vergraben. Ihm wurde das Geld wieder abgenommen,
da er weder seinem Herrn noch sich selbst vertraute.
Denke wieder darüber nach, welche einzigartigen Begabungen du
hast. Wie kannst du sie anwenden? (Sie anzuwenden bedeutet
nicht unbedingt, daß du dir damit deinen Lebensunterhalt verdienen
sollst.)

Montag, 3. Juli 2017

Gedanken am 4. Juni (Heumond)

Heute ist der amerikanische Unabhängigkeitstag, und auch
du kannst deine äußere und innere Freiheit feiern. Innere
Freiheit offenbart sich dann, wenn wir nach niemandes
»Pfeife« mehr tanzen, sondern einzig der stillen, leisen
Stimme unseres Höheren Selbst lauschen. Diese innere
Stimme führt uns zu Vergebung, Dankbarkeit, Frieden und
zum Verständnis unserer Lebensaufgabe. Sie ist die aktive
Intelligenz des Göttlichen Geistes und die einzige Kraft, die
unseren Willen und unsere Absicht, allen Wesen zu dienen,
erwecken kann.

Tempelarbeit:
Führe heute morgen eine Metta-Meditation (11.-15. Februar)
durch und sende dabei den Segensspruch aus: »Mögen alle Wesen
frei sein. Mögen alle Wesen die Liebe und die Schönheit ihrer
wahren Natur erfahren. Mögen alle Wesen Glück finden im
Dienst an allen.«

Sonntag, 2. Juli 2017

Gedanken am 3. Juli (Heumond)

Der Mythenforscher Joseph Campbell beantwortete einmal
die Frage, wie man den Sinn seines Lebens finden könne, mit
der schlichten Empfehlung: »Folge deinem Glücksgefiihl.«
Die heilige Teresa von Avila äußerte dieselbe Überzeugung
mit etwas anderen Worten: »Die Hauptsache ist, nicht viel
zu denken, sondern viel zu lieben: Also tue das, was dich am
besten zur Liebe bewegt.« Schließlich ist die Liebe das,
worin wir unser Glück finden und wodurch wir anderen den
größten Dienst erweisen können.

Tempelarbeit:
Gedankt sei Dir, Göttlicher Geliebter, für die Führung, die
mir mein Höheres Selbst und die Engel des Lichts, die meine
Führer und Erwecker sind, unablässig zuteil werden lassen.
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung und
vergegenwärtige dir dann all die verschiedenen Dinge, die du in
deinem Leben getan hast. Was davon hat dich am glücklichsten
gemacht, dir die beste Gelegenheit zu lieben gegeben? Bedienst du
dich weiterhin dieser Gaben?

Samstag, 1. Juli 2017

Gedanken am 2. Juli (Heumond)

Die Lehrerin und Heilerin Dhyani Ywahoo vom Stamm der
Cherokee erinnert uns daran, daß wir unsere Lebensaufgabe
nur dann erfüllen können, wenn wir uns der Tatsache bewußt
sind, daß das Leben ein Geschenk von unschätzbarem Wert
ist und wir die Pflicht haben, dieses Geschenk weise zu verwalten.
In ihrem Buch Am Feuer der Weisheit sagt sie: »Unseren
Willen in Einklang mit dem heiligen Gesetz zu bringen
heißt, den Sinn des Lebens zu verstehen. Warum bin ich hier,
welche Gaben besitze ich? Das menschliche Leben ist eine
großartige Chance. Jeder von uns hat besondere Gaben, spielt
eine einzigartige Rolle im Kreis. Bewußter Wille manifestiert
sich, wenn wir unsere Gaben dem Wohle der Familie, des
Klans, der Nation und allen Wesen widmen.«

Tempelarbeit:
Verweile für ein paar Minuten in der Meditation, die Himmel
und Erde verbindet (27. Juni). Jetzt führe dir zu Bewußtsein,
welche Gaben du gegenwärtig der Welt darbringst, und danke dem
Großen Geist mit einem Gebet dafür, daß Er dir gestattet, auf
diese Weise zu dienen. Weihe alles, was du heute tust, dem Wohl
deiner Familie, deiner Verwandtschaft, deiner Nation, aller Wesen.
Dadurch werden die Hindernisse, die den Strom der Gnade in
dir hemmen, nach und nach abgetragen werden.
Während du heute deiner Arbeit nachgehst, mache dir bewußt,
inwieweit jede deiner Handlungen anderen nützt, und weihe sie
dem Wohl aller Geschöpfe. Ich empfinde diese Haltung dann als
besonders hilfreich, wenn ich etwas tun muß, wozu ich überhaupt
nicht aufgelegt bin: Sie verwandelt oft eine lästige Aufgabe in eine
kreative, freudige Tätigkeit.