September ist der Höhepunkt der Ernte und das Einlagern des Überflusses der Erde. Die Erträge, die wir zurücklegen, werden uns während des Winters ernähren, wenn wir, wie Mutter Erde, unsere Energie von der Aussenwelt zurückziehen und sie auf die geheimnisvolle innere Dunkelheit richten. Um die tiefen Höhlen unseres Unbewussten für die Aufnahme der diesjährigen Früchte vorzubereiten, reinigen die kosmischen Energien dessen Tiefen und rühren alte Ideen, alte Angelegenheiten und alte Weisheit auf: So können wir erkennen, was davon aufzubewahren und was über Bord zu werfen ist, wenn wir bewusster in die grosse archetypische Geschichte unseres Lebens vordringen.
Mittwoch, 31. August 2016
Dienstag, 30. August 2016
Gedanken am 31. August (Erntemond)
Psalm 23 inspiriert und fasziniert die Menschen seit Zausenden von Jahren:
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führt mich auf rechter Strasse um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest meine Haut mit Öl und schenkst mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führt mich auf rechter Strasse um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest meine Haut mit Öl und schenkst mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Gedanken am 30. August (Erntemond)
Mit zunehmender spiritueller Reife wissen wir die Schönheit und die einfachen Freuden des Lebens - wie die Anwesenheit geliebter Menschen - immer mehr zu schätzen. Ich erinnere mich an die Erzählung einer Freundin. Ihr Sohn der damals 20 Jahre alt war, kam mit Grippe nach Hause. Er war so dankbar für die einfachen Freuden einer warmen Wohnung, die Decke aus seiner Kindheit, in die er sich einwickeln konnte, und eine Mutter, die ihm den Kopf streichelte und mit ihm redete. Während sie bei diesen grossen Jungen sass, wurde ihr wehmütig die Tatsache bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht mehr viele Abende wie diesen zusammen verbringen würden. Sie meinte, dass sie niemals glücklicher gewesen ist als in diesem Augenblick, dem die Erkenntnis, dass alles vergänglich ist und dass wir nichts von dem, was wir lieben, für selbstverständlich nehmen dürfen, eine fast unerträgliche Süsse verlieh.
Gedanken am 29. August (Erntemond)
Die Schönheit der Natur ist ein Geschenk Gottes, das unser Gemüt stillt, unsere zerfahrenen Emotionen heilt und unsere Seele erbaut. Als ich Anfang 20 war, machte ich eine besonders "dunkle Nacht der Seele" durch und konnte weder im Umgang mit Menschen noch in Büchern, noch in irgendwelchen Ablenkungen Trost finden. Logisches Nachdenken half nicht, und von Meditation hatte ich damals noch nichts gehört. Und selbst wenn, wäre ich wahrscheinlich viel zu aufgewühlt gewesen, um mich konzentrieren zu können. Im Supermarkt fühlte ich mich zu einigen Topfpflänzchen hingezogen, also kaufte ich sie und nahm sie mit nach Hause. Jeden Tag sass ich bei Ihnen, berührte die Erde, um festzustellen, ob sie Wasser brauchten, und sah zu, wie neue Blätter sprossen und sich entfalteten. Meine Seele wurde zunehmend ruhiger. Wenn Menschen in Altersheimen Pflanzen haben, für die sie sorgen können, steigt ihre durchschnittliche Lebenserwartung um ein Jahr.
Samstag, 27. August 2016
Gedanken am 28. August (Erntemond)
Da ich gehe, da ich gehe,
Geht das All mit mir.
In Schönheit geht es vor mir,
In Schönheit geht es hinter mir,
In Schönheit geht es über mir.
Überall ist Schönheit.
Da ich gehe, gehe ich mit der Schönheit.
(Traditionelles Gebet der Navajo)
Geht das All mit mir.
In Schönheit geht es vor mir,
In Schönheit geht es hinter mir,
In Schönheit geht es über mir.
Überall ist Schönheit.
Da ich gehe, gehe ich mit der Schönheit.
(Traditionelles Gebet der Navajo)
Gedanken am 27. August (Erntemond)
Der englische Dichter des 19. Jahrhunderts Edward Carpenter schrieb von der Spiritualität als von einem geduldigen Warten darauf, dass unsere Seele erblüht. Wir müssen darauf vertrauen, dass sie es zu der ihr vorbestimmten Stunde schon tun wird - und mögen wir Gott auch noch so sehr darum anflehen, die Uhr für uns ein wenig vorzustellen! Carpenter schildert ein geduldiges Warten der Seele, das eine ausgezeichnete Anweisung für unsere spätsommerliche Meditation darstellt: "Stille dein Herz und erkenne die Schönheit dieser Welt und die unendlichen, grenzenlosen Schätze, die sie birgt."
Donnerstag, 25. August 2016
Gedanken am 26. August (Erntemond)
Ralph Waldo Emerson war ein Mystiker, der die Entfaltung seines Lebens der Führung anvertraute, die er empfing, indem er sich in der Einsamkeit der Schönheit der Natur offnete. Er sagte: "Ein Weiser wird nie sein künftiges Sein und Handeln verpfänden und im voraus entscheiden, was er in einer bestimmten extremen Situation tun soll. Die Natur und Gott werden ihm, wenn es soweit ist, den Weg schon weisen."
Abonnieren
Posts (Atom)